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BUGA 2015: Jurysitzung zum Thema memento mori
 

Am Wettbewerb für die Grabzeichenfindung haben sich 50 Unternehmungen mit 130 Entwurfsarbeiten beteiligt. Ausgewählt wurden nun 70 Arbeiten aus Naturwerkstein (gesägter, geschliffener und behauener Naturstein aus Marmor, Granit, Kalksandstein u.a.) sowie Keramik. Die Arbeiten überzeugten die Jury vor allem durch ihre handwerklich-ausgereifte Stilistik sowie die geometrische Anordnung von Schrift und Bildzeichen. Es wurde eine Mischung von 70 Grabzeichen ganz unterschiedlicher Form gewählt: klassisch-modern oder neuartig-mutig.

„Für unsere BUGA wurden die allerbesten Steinmetzarbeiten ausgesucht. Das ist Pflicht und unser Selbstverständnis lässt auch gar nichts anders zu. Die Auswahl war nicht einfach, weil die Qualitäten fast aller eingereichten Arbeiten sehr hoch waren“, so Rainer Berger im Nachgang der Jurysitzung. Er ist der Initiator des Wettbewerbs und Ausstellungsbevollmächtigte der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft mbH (DBG) sowie zugleich Leiter der „Gärtnerischen Ausstellungen“ innerhalb des BUGA-Teams. Rainer Berger weiter: „Wir waren gestern mit den Jurymitgliedern vor dem Preisrichterrundgang nochmal auf dem alten Domfriedhof. Sie waren begeistert von der Anlage.“

In den kommenden Wochen werden die 70 Grabzeichen den vorgesehenen 70 Grabstellen des alten Domfriedhofs zugeordnet. Im März 2015 werden die Grabzeichen dann in die Erde gesetzt. Erst danach können die Mustergrabflächen den Friedhofsgärtnern aus der gesamten Bundesrepublik zur Bepflanzung zugewiesen werden. Dies geschieht mittels Verlosung. Der Wettbewerb unter den BUGA-Friedhofsgärtnern wird insgesamt dreimal durchgeführt – während der BUGA-Zeit von April bis Oktober 2015 werden alle 70 Grabstellen dreimal umgepflanzt, was 3 größere Wettbewerbe mit sich bringt. 

„Die sepulkralen Ausstellungsbereiche sind auf Gartenschauen ein starkes Besuchermagnet. Das ist nicht erstaunlich, denn die Auseinandersetzung mit dem Tod und das Nachsinnen über unsere Vergänglichkeit, eben jenes memento mori, sind eben doch präsenter bei jedem Menschen als wir es oftmals in unserem Alltag wahrnehmen. Zugleich zeigen die Steinmetze und Friedhofsgärtner ihre Kunst beim Gestalten von Grabstellen“, meint Erhard Skupch, Geschäftsführer des BUGA-Zweckverbandes. 

In der Jury waren vertreten
Mathias Kuklik
 Projektkoordinator „Gärtnerische Ausstellungen“ BUGA-Zweckverband
Georg v. Gayl Landschaftsarchitekt Projektplaner des BUGA-Ausstellungsbereiches „Grabgestaltung & Denkmal“
Renate Behrmann Ausstellungsbevollmächtigte der DBG mbH
Gerold Eppler Steinbildhauer, Kunstpädagoge, Mitglied ARGE Friedhof und Denkmal e.V. (AFD), Mitarbeiter Museum für Sepulkralkultur/Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel
Helmut Kubitschek Bildhauer Freiburg im Breisgau
Herrmann Rudolph stellv. Bundesinnungsmeister im Bundesverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks
Manfred Freuken Mitglied im Bund deutscher Friedhofsgärtner

Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ Der knapp 3.000 Quadratmeter große BUGA-Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ wurde von Georg v. Gayl geplant (www.georgvongayl.de). Der in Berlin ansässige Landschaftsarchitekt hat sich bei der Wiederauferstehung und Erneuerung des alten Domfriedhofes in der Hansestadt Havelberg am letzten verfügbaren historischen Plan des Areals orientiert – dieser stammt aus dem Jahr 1890. Der Friedhof selbst wurde bereits im Jahr der französischen Revolution 1789 angelegt. In den letzten Jahrzehnten war der Park zugewachsen, so dass seine alte Funktionalität nicht mehr erkennbar war.

Zur BUGA wird das neugestaltete Kleinod einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zusammen mit der Denkmalpflege des Landes Sachsen-Anhalt konnte an die alten Wegestrukturen von 1890 angeknüpft werden – zugleich wurden moderne Parkdimensionen erschlossen.

Der Bereich „Grabgestaltung & Denkmal“ beinhaltet 70 Mustergrabstellen. Diese werden ausschließlich für die BUGA 2015 angelegt. Ein Rundweg, beginnend an der neuen Flethe-Brücke, ermöglicht es dem BUGA-Besucher die 20 Einzelgräber, 22 Doppelgräber und 18 Urnengräber des vorderen Platzes zu erschließen. Beachtlich ist die symbolträchtige Kreuzform des Platzes sowie die große Solitäresche – hier wird auf eine keltisch-christliche Mythologie verwiesen. Gezeigt werden zudem fließende Grabformen. Die organischen Formen beinhalten weitere 10 Doppelgräber und sind im hinteren Bereich des Ausstellungsareals angesiedelt. Rasen, immergrüne Bodendeckerpflanzen, Blütenstauden sowie Gräser dienen als Begleitgrün innerhalb des gesamten Areals.

Ein Informationspavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze wird ab April 2015 den BUGA-Gästen für Fachauskünfte rund um das Thema Grabgestaltung zur Verfügung stehen.

Pressetext und Bilder: BUGA-Zweckverband.

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